Donnerstag, 7. April 2011

Regen


Heute war das Wetter nicht so schön. Hat den ganzen Tag über immer mal ein wenig geregnet. Daher bin ich heute mal mit dem Bus zur Arbeit und Heim gefahren. Folglich gibts auch nicht wirklich viele Bilder heute. Aber immerhin hab ich wieder was neues gelernt. Hier stehen überall solche Schirmeintüter. Da ist eine längliche Tüte drin, in die man seinen Schirm steckt und dann zieht man inh nach vorne raus. Schon bleiben Hausflur und Wohnung trocken. In Geschäften stehen dann immer große Eimer, in die man seinen Schirm reinlegt, wenn man einkauft. 


Gefrühstückt hab ich heute mal koreanisch. Gimbap. Das ist quasi Sushi ohne Fisch. Gibt es hier an jeder Ecke und in jedem Laden in tausend verschieden Varianten. Links Frühstück (Käsegimbap) und rechts Abendessen als Dreieck. Mittags gabs mal wieder Hühnchen in der Mensa.
Auf der Toilette denken die Koreaner übrigens
immer an ihre MAAAAMMAAAAAAA ;)


Abends war ich dann nochmal schnell einkaufen. Süßigkeiten gibt es hier ja nicht so viele aber dafür andere Sachen, die ich nun alle probieren muss. Heute sind mal Maronen dran. Sind ein ganz leckerer Snack. Das ein oder andere westlich angehauchte Produkt gibt es dann aber auch ab und zu mal in den Regalen. Ist wohl nciht schwer zu erraten, was da rechts auf der Packung steht. Was auch gerne gemacht wird ist, dass sich Geschäfte Namen geben, die einem irgendwoher bekannt vorkommen. Da gibt es einen in grün-gelber Schrift gehaltenen "Subme" und einen roten "KF Chicken" Grill usw. Und nun darf munter geraten werden, was die wohl so verkaufen?

Mittwoch, 6. April 2011

Einmal Arbeit und zurück

Heute dürft ihr mich auf meinen Weg zur Arbeit und zurück begleiten und seht mal, wie es hier so aussieht.

Als erstes geht es raus auf den Flur. Mein Zimmer ist das ganz rechts, von der man nur noch eine kleine Ecke der Tür sieht. Hinten steht unserer Schuhschrank, in den man seine Schuhe einschliessen kann, und geradeaus geht es dann ins Treppenhaus.


Dort stehen dann für jeden Stock die Mülleimer. Hier wird sehr penibel getrennt. Essensreste gehen in eine eigene, gelbe Tüte. Das ist angeblich alles, was Tiere esen könnten, also z.B. keine Knochen oder scharfen Gewürze. Restmüll kommt in eine graue Tüte. Diese Tüten sind für jedes Stadtviertel individuell, müssen also immer in der direkten Nachbarschaft gekauft werden. Dies beiden Tüten kommen in die linke Tonne. Alles recyclebare kommt in die andere Tonne. Wobei das hier etwas anders läuft. Nix da alles in einen Sack und recyclen lassen. Das wird alles schön selbst getrennt. Wie das funktioniert hab ich noch nicht wirklich verstanden und bisher alles in den grauen Sack, aber wenn man mal danach googlet, findet man schnell heraus, dass es hier im Schnitt acht verschiedene Unterteilungen von recyclebarem Müll gibt. Zeitungspapier ist was anderes als Pappe, jajaja. Auch sollte man den immer mal wechselnden Spruch an der Wand beachten. Diese Zettel hängen hier im ganzen Haus. Ist ja eine Art Studentenwohnheim und die jungen Leute sollen auch zu guten Menschen erzogen werden.

Eine Treppe tiefer steht unsere Mikrowelle und der Wasseraufbereiter für kaltes und heißes Wasser. Der wird uns auch später im Büro, so wie überall, wieder begegnen. Rechts dann noch ein Bild von unserem Haus. Ich selbst wohne aber auf der anderen Seite, mit Blick zum Hof.





Nun geht es ein wenig durch die Stadt. Hier gibt es einige nicht so schöne Häuser,
 aber auch ein paar ganz hübsche.

Ab und zu findet man auch mal einen Spielplatz für die Kleinsten. Bewacht wird das ganze von einem kleinen Schweinchen. Oink oink. Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass es, genau wie das großartige Spiderpig, Locken am Kopf hat.

Hier sieht man gut, das Seoul mitten ins Gebirge gebaut wurde.

Das ist quasi unsere "Fressgass". Hier ist abends mit am meisten los,
da hier sehr viele Kneipen und Restaurant sind.

Das ist die Hauptstrasse durch unser Viertel bei Tag.

 Ein Ratespiel:
Erkenne und benenne alle hier abgebildeten Flaggen.

Was man hier immer wieder findet sind Tiere, die dafür werben gegessen zu werden. "Hallo, ich bin eine süßes Tierchen. Komm und knabber mich an."
Und die Schweine, die hier geschlachtet werden sind scheinbar echt glückliche Tiere.


Gelegentlich findet man auch etwas komisches. Zwischen den anderen Wohnhäusern und Garagen steht hier irgendwas, das mich doch sehr an einen kleinen Tempel erinnert; wenn auch von irgendeiner geheimen und mysteriösen Sekte.

Das ist nun die richtige Hauptstrasse. Auf beiden Seiten vierspurig.
Ausnahmsweise ist hier grad mal nichts los, aber normal ist es hier immer voll. 

Direkt vor den Toren der Uni beginnt ein Wanderweg in die Berge.

Hier sieht man den Wanderweg noch einmal besser. Ich stehe gerade ganz unten rechts. Die Uni befindet sich genau in der Mitte und man erkennt hier schön, dass sie komplett von Bergen umgeben ist.

Wandern ist hier ein Volkssport für Jung und Alt. Aber vorallm Alt trifft sich hier morgens in riesigen Wandergruppen, um den langen Aufstieg auf sich zu nehmen. Natürlich kann man bevor man loslegt noch schnell an den Ständen was zu essen oder trinken, oder mal eben eine neue, komplette Wanderausrüstung kaufen.

Hier sieht man nun den Verkehrskreisel vor der Einfahrt zur Uni. Er hat gefühlte zehn Spuren und kein für mich erkennbares Konzept. Einfach fahren, hupen und laut schimpfen. Aber es klappt trotzdem alles prima.

Hier nochmal ein Plan vom Uni-Gelände. Der Eingang ist unten links (roter Kasten). Mein Büro ist bei D.

So sieht die Einfahrt aus.

 Und so das Gebäude. in dem mein Büro ist. Links aus der Ferne und rechts noch einmal direkt davor stehend. Auch hier auf dem Campus geht es immer schön stetig bergauf wie man sieht.
Nun sind wir also in meinem Büro. Ich sitze vorne links, wo die Jacke hängt. Jason sitzt hinten links am Fenster und Kyung-Hwan hinten rechts. Ist aber keiner da. Hinten sieht man auf der Fensterbank neben unserem Kühlschrank noch den schönen weißen Plastikweihnachtsbaum mit bunter Deko.

Auf der anderen Seite ist dann wieder die obligatorische Mikrowelle und der Wasseraufbereiter, sowie zig Zettel von irgendwelchen Lieferservices. Die Koreaner arbeiten eigentlich immer bis spät nachts und essen dann hier an der Uni. Daher werden einem hier auch ständig Flyer einfach unter der Tür durchgeschoben oder drangeklebt. Der belete Instant-Kaffee hier ist eine Wissenschaft für sich, nämlich eine Vier-STufen-Rakete quasi. Die kleinen Beutelchen sind so gestopft, dass erst der Kaffee, dann der Zucker und am Ende der Kaffeeweisser rauskommt. Daher muss man gucken immer nur das in den Becher zu schütten, was man auch haben will. Der Rest kommt dann weg und in der vierten Stufe wird dann der leere Beutel zum Verrühren benutzt.

Wenn man aus dem Fenster guckt sieht man natürlich Berge. Hier mal ein Bild aus einem der Fenster. Guckt man nach rechts, so blickt man auf den schön gestalteten Hinterhof. Manche haben sogar nen Basketballplatz dort.
Unten rechts ist nochmal ein anderer Hinterhof.



Natürlich haben wir in unserem Büro auch einen Bleistiftspitzer ;)

So nun ist abend und es geht wieder heim. So sieht es hier dann abends aus.  

Man fährt hier auch gerne mal ein Stück über den Gehweg. Und kaum ist das Auto auf der Strasse, drücken sich auch schon links und rechts je ein Rollerfahrer durch. Hier liefert alles mit nem Roller, sogar McDonalds. Und die fahren überall wo es nur geht.


Nun gehen wir mal die Hauptstraße hoch. Gehwege gibt es hier nicht. Immerhin hat die Hauptstraße gelbe Markierungen auf dem Boden. Trotzdem läuft einfach jeder auf der Straße und die Autos fahren halt mit der Menschenmasse mit. Ab un zu drückt sich dann noch mal ein Roller durch eine Lücke zwischen Mensch und Auto. 



Noch schnell vorbei an dem tanzenden und singendem Hasen, der einen in den Laden locken will. Dann bei Lecker Huhns in die Strasse einbiegen, noch einmal ums Eck und schon bin ich wieder daheim. So das war mein Tag für heute und nun leg ich mich schlafen.



Dienstag, 5. April 2011

Noch ein schneller Post

Bevor ich mich nun ins Bett lege noch schnell ein Paar Bilder und Infos für die Daheimgebliebenen.


Ich habe bei meiner Ankunft ja auch ein koreanisches Handy bekommen und mich eben mal selbst auf meinem deutschen Handy angerufen, um endlich mal meine Nummer raus zu kriegen. Bin nun also, zusätzlich zu meiner alten Handynummer, auch zu erreichen unter:

+821049976814

So sieht das gute Stück übrigens aus. Die Firma Anycall ist Dir nicht geläufig? Doch ist sie. In Deutschland kennt man diesen koreanischen Hersteller bzw. Vertreiber unter dem koreanischen Namen Samsung (Sam = Drei, Sung = Sterne). Hinten steht dann auch Samsung drauf. Samsung verkauft hier drüben echt fast alles. Sogar Autos.

Naja, abschliessend wollte ich mal einen Einblick in mein kleines Reich hier drüben geben.
Die Koreaner haben andere Ideale als man das aus dem Westen kennt. Hier gibt es den Traum vom Haus mit Garten im Grünen nicht, sondern das Beste, was einem passieren kann ist eine kleine Wohnung in einer Großstadt. Die Preise hier kann man sich halt nur leisten, wenn man wirklich viel verdient. Plattenbau als Statussymbol.
Auf den paar Quadratmetern hat man aber alles was man braucht. Einen Schrank, einen Schreibtisch, einen Kühlschrank und ein Bett. Ein richtiges Bett ist fast schon Luxus, da viele einfach nur auf Matratzen schlafen. Standardmäßig ist natürlich auch ne Fußbodenheizung und eine Klimaanlage mit drin. Im Flur gibt es für jeden Stock noch eine Waschmaschine.
Internet gibts natürlich wie überall hier auch. Richtig kochen kann man nicht, aber im Flur steht eine Mikrowelle und ein Wasseraufbereiter. Die stehen hier überall herum, und liefern auf Knopfdruck kaltes oder heisses Wasser. Perfekt für eine schnelle Tütensuppe, einen Tee oder den hier beliebten Instant Kaffee. Daher darf sowas auch im Büro natürlich nicht fehlen.

Noch ein kleiner Blick ins Bad und schon ist die Wohnungsführung rum. Viel ist hier auch nicht zu sehen. Das ganze Badezimmer dient als Dusche, wobei alles auf Hobbitgröße angepasst ist. Der Duschkopf geht selbst mir grad so bis ans Kinn, und ich bin ja nun nicht wirklich riesig. Die Armaturen sind auf Schienbeinhöhe, damit man sich schön stoßen kann. Die Schüssel hilft, dass man beim Händewaschen keine nassen Füße kriegt. Da das Wasser hier etwas Chlor enthält, riecht es immer ein wenig nach Schwimmbad, aber dafür hab ich ja ein Fenster. So und schon hat man alles gesehn.

Dann werde ich mich nun einmal in meine Nasszelle begeben, um mich bettfertig zu machen und mich schlafen legen, damit ich morgen früh wieder in aller Frische arbeiten gehen kann. Vielleicht finde ich dann ja auch morgen endlich meine Adresse hier raus und komme dazu Bilder von Nogdu (dem Stadtviertel hier) und meinem Büro online zu stellen.

Für ein schöneres Korea

Korea feiert am heutigen Dienstag den 66. Tag der Baumpflanzung.

Zu diesem Anlass würden 80.000 Teilnehmer an 280 Orten insgesamt 1,6 Millionen Bäume und Sträucher pflanzen, teilte die Forstbehörde mit.

Dieses Jahr finden besonders anlässlich der Erklärung des Weltwälderjahres durch die Vereinten Nationen und die Austragung der Konferenz der Vertragsparteien des UN-Übereinkommens zur Bekämpfung der Wüstenbildung im Oktober in Südkorea vielerorts Veranstaltungen statt.

Die Behörde eröffnete Ende Februar landesweit an 134 Stellen Baummärkte und verteilte an die Besucher Bäume.

Quelle:
world.kbs.co.kr

Montag, 4. April 2011

Erster Arbeitstag, erste Bilder

Heute war also mein erster Arbeitstag. Als erstes ist mir aufgefallen, dass der Campus nicht nur riesig, sondern auch wirklich schön ist. Rundherum Berge und Wälder, direkt hinter unserem Gebäude fliesst ein Fluss, und überall sind Parks mit ausgebauten Wanderwegen, die auch fleißig benutzt werden. Mein Büro habe ich dann auch sofort gefunden und mir mit dem elektronischen Schlüssel (Bild rechts) Zugang verschafft. Halb zwölf und keiner da. Naja die Gruppe besteht ja auch nur noch aus zwei Leuten. Kyung-Hwan meinte, dass der andere Doktorand im Büro nur selten da sei. Nach etwas Rumfragerei im Nachbarbüro wurde ich dann ins Labor der Gruppe geführt, in dem Kyung-Hwan gerade ein Paket mit Proben packte, um diese zu verschicken. Da Prof. Yoon noch nicht da war gings erstmal ins Büro meinen Platz einrichten. Bis ich endlich Internet hatte vergingen gut zwei Stunden. In der Zwischenzeit war ich dann aber schonmal bei Prof. Yoon. Er macht einen sehr netten Eindruck. Der geschenkte Wein hat ihn auch gefreut und er kannte sogar das Wort Dornfelder. Nach einem kurzen Gespräch mit ihm, sind Kyung-Hwan und ich dann in die Mensa essen gegangen. Mein erstes "richtig" koreanisches Essen. Bulgogi. Und es war echt lecker, obwohl ein volles Tablett mit Essen nichtmal 2 Euro kostet. Bezahlt wird mit Platikchips, die man vorher kaufen muss.
Jede Farbe hat einen bestimmten Wert. Dann guckt man sich in einer Vitrine, in der alle Gerichte ausgestellt werden, an, was man essen mag, geht an die entsprechende Theke, gibt dort seine Marke ab und nimmt ich sein Essen. Echt praktisch und schnell. Wurde gelobt, dass ich ganz gut mit Stäbchen essen kann :D Anschliessend wurde  ich noch ein wenig durch das Mensa Gebäude geführt. Da drin sind noch zig andere Läden. Buchläden, Schreibwarenläden, Souveniershops, Cafes, Snackbars, Reisebüros und was weiss ich nicht noch alles. Den Rest des Tages habe ich dann so vor mich hingearbeitet. Dann hab ich mich auf den Heimweg gemacht und dabei folgendes entdeckt.
Lustige kleine Pinguine mit roten Bäckchen. Und sie winken einem aus dem Bus zu. Da ich mich spontan entschieden habe einmal nach Hause zu laufen, um zu gucken wie lange das dauert. Naja da ich erstmal ne halbe Stunde in die falsche Richtung gelaufen bin, hat es dann etwas länger gedauert. Dafür hab ich etwas mehr von der Stadt gesehen und eine Baustelle mit folgendem Hinweis gefunden. Heisst glaub ich: Der Größe nach aufstellen und pfeiffend durch die Gegend laufen oder so. Weitere Interpretationen dürfen gerne als Kommentar eingefügt werden.

Als ich dann doch noch zuhause ankam, bin ich erstmal einkaufen gegangen, damit ich das nötigste für den Alltag habe. Zum Beispiel koreanische Essstäbchen mit Löffel, damit ich mal was essen kann. 

Hab dann damit auch abends gleich mal eine leckere Nudelsuppe gegessen. Die Tage werde ich dann auch mal die Waschbär-Nudeln essen (너구리 - neoguli heisst wirklich Waschbär).
Desweiteren hab ich mir zwei Tassen gekauft, damit ich endlich meinen Tee trinken kann. Und welch ein Zufell: Eine ist mit Schnörkeln und eine ist unheimlich knuffelig popuffelig.
Aber sieh doch einfach selbst.




Der kleine Elefant spricht mir ja ein wenig aus der Seele.
Mit diesen Eindrücken des heutigen Tages sage ich nun Gute Nacht und bis morgen.

Sonntag, 3. April 2011

Auf auf und davon.......

Heute geht es also los. (Also eigentlich schon vorgestern, aber komme erst jetzt zum schreiben.)
Einmal um die halbe Welt in das kleine Örtchen Seoul. Nach ein paar Stündchen am Flughafen sitze ich dann auch schon im Flieger und hebe ab. Nach einer knappen Stunde gibt es dann auch Abendessen. Wie man es nicht anders von Asiana Airlines erwartet hätte natürlich typisch koreanisch: Beef-Steak mit Kartoffeln und Bohnen. Anschließend habe ich das Multimedia System etwas erprobt. Die Filmauswahl war eigentlich ganz gut, aber egal welchen Film ich anklickte, es kam immer "The Fighter". Boxen ist halt nicht so meins und die Kopfhörer waren auch nicht grad besonders gut, also habe ich das Projekt Film gucken nach knapp einer Stunde eingestellt. Da nun auch das Licht ausgemacht wurde erschien es mir sinnvoller zu versuchen etwas zu schlafen. Vorher noch einmal eine Runde durchs Flugzeug laufen und mein Einreiseformular ausfüllen, dann gingen die Augen zu. Pünktlich um halb drei (deutscher Zeit) wurde ich dann zum Frühstück geweckt. Die Augen noch halb zu klang es schon in den Ohren: "Fish or omelett for breakfast?". Öhmm....gab dann Omelett. Kurz vor der Landung wurde dann auf den Bildschirmen in den Sitzen ein Entspannungsvideo eingespielt. Akupressur- und Selbstmassageanleitungen untermalt mit ruhiger, klassischer Musik, die dann auch bis zum Ende der Landung weiter lief. Die Landung hätte man auch total verschlafen können. In der Fluginformationsanzeige lief die Zeit bis zum Erreichen des Ziels immer weiter runter ...3 Minuten...2 Minuten...1 Minute.. Blick aus dem Fenster..Wolken...oder Nebel...Baum im Dunst...Haus im Dunst...Flugzeug hat aufgesetzt...Ende. Dann folgte erstmal eine längere Fahrt über das Flughafengelände, bis der eigentliche Flughafen erreicht wurde. Hier ist halt alles deutlich größer. Am Flughafen erstmal schnell das Kleinste angerufen und zur Passkontrolle bevor dann auf den Koffer gewartet wurde. Nachmal Geld gewechselt bzw. abgehoben und schon hatte ich meine erste Millionen in der Hand :D Für 9000 Won gings dann im Bus zur Uni, wo Kyung-Hwan auf mich wartete. Selbstverständlich hatte der Bus vorne einen Breitbildfernseher drin und der ganze Bus wurde mit einer spannenden Daily-Soap beschallt.Aber die Koreaner hatten eh alle ihr Handy am Ohr oder Kopfhörer drin, vermutlich lassen sich so die gefühlten 50 Grad in dem Bus besser ertragen. Der Busfahrer selbst kannte wohl nur zwei Geschwindigkeiten: Vollgas oder Vollbremsung. Trotz der koreanischen Fahrweise läuft der Verkehr hier ganz gut. Ein wenig hupen und alles ist ok. Viele, vor allem neuere, Autos haben vorne, hinten und an den Seiten furchtbar hässliche Schaumstoffnubbel kleben, wohl damit sie sich nicht sofort ne Beule fangen. Man muss sich halt nur anpassen. An der Uni angekommen wurde ich dann erstmal mit einem Handy und einer T-Money Karte ausgestattet. Beides musste dann im Laden erstmal mit Geld aufgeladen werden. Die T-Money Karte ist eine Chipkarte mit RFID-Chip die genutzt wird um Bus und Bahn oder ähnliches zu zahlen. Diese Technik ist hier sehr beliebt. Auch mein Büro- und Haustürschlüssel sind Karten mit Chips drin. Dann gings erstmal in die Wohnung. 800000 Won Miete für zwei Monate und schon war die erste Millionen futsch. Das Zimmer selbst ist "übersichtlich" aber ausreichend. Bett, Schreibtisch, Kühlschrank und Bad. Direkt vor der Tür eine Waschmaschine und im Gang eine Wasseraufbereiter für kaltes und heißes Wasser, so wie eine Mikrowelle. Nun musste ich noch Bettzeug und ein paar Lebensmittel einkaufen und schon war alles bereit zum loslegen.
Nach kurzem chatten hab ich erstmal damit angefangen zu schlafen. So für 14 Stunden oder so.
Neuer Tag neues Glück:
Heute morgen, oder eher nachmittag, hab ich dann erstmal den Rest auspackt und bin duschen gegangen. Für die Duschen hier bin selbst ich zu groß :) Danach wollte ich nochmal in die Stadt und erste Bilder machen. Ich war aber noch sehr müde und hatte Kopfweh, daher habe ich erstmal, faul im Bett liegend, die Busverbindungen an die Uni gecheckt und mir ein paar Karten der Gegend angeguckt, um mich zu orientieren und später auch wieder heim zu finden. Bin dann auch promt dabei nochmal eingeschlafen. Da ich nun noch einiges zu tun hatte und auch noch den ersten Blogeintrag aus Korea verfassen wollte, war es mir dann am Ende zu spät noch einmal in die Stadt zu gehen. Aber in den nächsten Tagen folgen dann erste Bilder. Ist doch alles sehr viel Neues für die ersten Tage. Morgen gehts dann das erste mal an die Uni und es folgen weitere Berichte. Nun aber erstmal ab ins Bett.