Freitag, 8. April 2011

Gimbap Bausatz

Heute war das Wetter wieder besser. So konnte ich also mal wieder laufen und mich etwas umschauen. Ansonsten hatten wir heute auf der Arbeit ein einmal wöchentlich stattfindendes Gruppenmeeting, in dem jeder die Ergebnisse der Woche vorstellt. Da ich natürlich noch nichts hatte, wurde ich nett gefragt, ob ich nicht die nächste Woche einen Vortrag halten mag. Nun halte ich also meinen ersten richtigen Vortrag. Ansonsten ist nicht viel passiert. Doch es gab heute mal was anderes als Hähnchen in der Mensa für mich. Irgendeine Tofu-Fisch-Suppe. War aber lecker.

Abends gabs dann die schon bekannte Waschbärnudelsuppe. Ohne Waschbär drin. Trotzdem lecker, oder vielleicht gerade deswegen. Da ich noch kein Frühstück für morgen hatte (und ich noch etwas Hunger hatte), ging es nochmal einkaufen. In den netten, kleinen Eckladen, in dem man näturlich gar kein Wort Englisch mehr versteht. Und dann nach so nem tollen Wort wie Müllbeutel fragen. Da es die aber nur in diesen kleinen Läden gibt, musste es trotz aller Schwierigkeiten gehen. Und es ging. Nun habe ich dann auch endlich die für unser Viertel nötigen Müllsäcke bekommen.  Was zu essen und trinken gabs dann auch noch. Hier ein paar Bilder von meiner Beute.

Lecker Kimchi, Orangensaft und mein erstes koreanisches Eis. Das schmeckt hier echt anders.
Man kann aber nur schwer beschreiben wie. Aber lecker. Einfach mal herkommen und probieren ;)

Und einen alten Bekannten gabs auch noch als Nachthappen. Den Dreiecks-Gimbap. Damit er frisch bleibt, sind der Gim (Tang) und der Bap (Reis) getrennt voneinander verpackt. Um sie zu einem Gimbap zusammenzuführen, gibt es ein aufgeklügeltes System. Heute zeige ich mal, wie das geht. Zuerst bei (1) anfassen, ziehen und rundherum aufreissen.

Danach an der Lasche bei (2) aufziehen und den Gim noch ein wenig an den Bap anpressen. Das gleiche dann auf der anderen Seite bei (3).  Und schon kann man einen leckeren Gimbap essen. Auf dem Bild rechts im Hintergrund sieht man übrigens auch meinen Regenschirm in der gestern bereits erwähnten Tüte.

Zum Abschluss hab ich dann noch was Besonderes gefunden. Einen (hier als Biersnack beliebten) gerösteten Tintenfisch mit würziger Sauce. Hab ihn noch nicht probiert, aber er soll wirklich lecker sein. werden dann berichten, wie er geschmeckt hat, sobald ich mich daran getraut habe. Da tu ich es dem kleinen Tierchen auf der Packung mal gleich und winke zum Abschied für heute.

Donnerstag, 7. April 2011

Regen


Heute war das Wetter nicht so schön. Hat den ganzen Tag über immer mal ein wenig geregnet. Daher bin ich heute mal mit dem Bus zur Arbeit und Heim gefahren. Folglich gibts auch nicht wirklich viele Bilder heute. Aber immerhin hab ich wieder was neues gelernt. Hier stehen überall solche Schirmeintüter. Da ist eine längliche Tüte drin, in die man seinen Schirm steckt und dann zieht man inh nach vorne raus. Schon bleiben Hausflur und Wohnung trocken. In Geschäften stehen dann immer große Eimer, in die man seinen Schirm reinlegt, wenn man einkauft. 


Gefrühstückt hab ich heute mal koreanisch. Gimbap. Das ist quasi Sushi ohne Fisch. Gibt es hier an jeder Ecke und in jedem Laden in tausend verschieden Varianten. Links Frühstück (Käsegimbap) und rechts Abendessen als Dreieck. Mittags gabs mal wieder Hühnchen in der Mensa.
Auf der Toilette denken die Koreaner übrigens
immer an ihre MAAAAMMAAAAAAA ;)


Abends war ich dann nochmal schnell einkaufen. Süßigkeiten gibt es hier ja nicht so viele aber dafür andere Sachen, die ich nun alle probieren muss. Heute sind mal Maronen dran. Sind ein ganz leckerer Snack. Das ein oder andere westlich angehauchte Produkt gibt es dann aber auch ab und zu mal in den Regalen. Ist wohl nciht schwer zu erraten, was da rechts auf der Packung steht. Was auch gerne gemacht wird ist, dass sich Geschäfte Namen geben, die einem irgendwoher bekannt vorkommen. Da gibt es einen in grün-gelber Schrift gehaltenen "Subme" und einen roten "KF Chicken" Grill usw. Und nun darf munter geraten werden, was die wohl so verkaufen?

Mittwoch, 6. April 2011

Einmal Arbeit und zurück

Heute dürft ihr mich auf meinen Weg zur Arbeit und zurück begleiten und seht mal, wie es hier so aussieht.

Als erstes geht es raus auf den Flur. Mein Zimmer ist das ganz rechts, von der man nur noch eine kleine Ecke der Tür sieht. Hinten steht unserer Schuhschrank, in den man seine Schuhe einschliessen kann, und geradeaus geht es dann ins Treppenhaus.


Dort stehen dann für jeden Stock die Mülleimer. Hier wird sehr penibel getrennt. Essensreste gehen in eine eigene, gelbe Tüte. Das ist angeblich alles, was Tiere esen könnten, also z.B. keine Knochen oder scharfen Gewürze. Restmüll kommt in eine graue Tüte. Diese Tüten sind für jedes Stadtviertel individuell, müssen also immer in der direkten Nachbarschaft gekauft werden. Dies beiden Tüten kommen in die linke Tonne. Alles recyclebare kommt in die andere Tonne. Wobei das hier etwas anders läuft. Nix da alles in einen Sack und recyclen lassen. Das wird alles schön selbst getrennt. Wie das funktioniert hab ich noch nicht wirklich verstanden und bisher alles in den grauen Sack, aber wenn man mal danach googlet, findet man schnell heraus, dass es hier im Schnitt acht verschiedene Unterteilungen von recyclebarem Müll gibt. Zeitungspapier ist was anderes als Pappe, jajaja. Auch sollte man den immer mal wechselnden Spruch an der Wand beachten. Diese Zettel hängen hier im ganzen Haus. Ist ja eine Art Studentenwohnheim und die jungen Leute sollen auch zu guten Menschen erzogen werden.

Eine Treppe tiefer steht unsere Mikrowelle und der Wasseraufbereiter für kaltes und heißes Wasser. Der wird uns auch später im Büro, so wie überall, wieder begegnen. Rechts dann noch ein Bild von unserem Haus. Ich selbst wohne aber auf der anderen Seite, mit Blick zum Hof.





Nun geht es ein wenig durch die Stadt. Hier gibt es einige nicht so schöne Häuser,
 aber auch ein paar ganz hübsche.

Ab und zu findet man auch mal einen Spielplatz für die Kleinsten. Bewacht wird das ganze von einem kleinen Schweinchen. Oink oink. Wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass es, genau wie das großartige Spiderpig, Locken am Kopf hat.

Hier sieht man gut, das Seoul mitten ins Gebirge gebaut wurde.

Das ist quasi unsere "Fressgass". Hier ist abends mit am meisten los,
da hier sehr viele Kneipen und Restaurant sind.

Das ist die Hauptstrasse durch unser Viertel bei Tag.

 Ein Ratespiel:
Erkenne und benenne alle hier abgebildeten Flaggen.

Was man hier immer wieder findet sind Tiere, die dafür werben gegessen zu werden. "Hallo, ich bin eine süßes Tierchen. Komm und knabber mich an."
Und die Schweine, die hier geschlachtet werden sind scheinbar echt glückliche Tiere.


Gelegentlich findet man auch etwas komisches. Zwischen den anderen Wohnhäusern und Garagen steht hier irgendwas, das mich doch sehr an einen kleinen Tempel erinnert; wenn auch von irgendeiner geheimen und mysteriösen Sekte.

Das ist nun die richtige Hauptstrasse. Auf beiden Seiten vierspurig.
Ausnahmsweise ist hier grad mal nichts los, aber normal ist es hier immer voll. 

Direkt vor den Toren der Uni beginnt ein Wanderweg in die Berge.

Hier sieht man den Wanderweg noch einmal besser. Ich stehe gerade ganz unten rechts. Die Uni befindet sich genau in der Mitte und man erkennt hier schön, dass sie komplett von Bergen umgeben ist.

Wandern ist hier ein Volkssport für Jung und Alt. Aber vorallm Alt trifft sich hier morgens in riesigen Wandergruppen, um den langen Aufstieg auf sich zu nehmen. Natürlich kann man bevor man loslegt noch schnell an den Ständen was zu essen oder trinken, oder mal eben eine neue, komplette Wanderausrüstung kaufen.

Hier sieht man nun den Verkehrskreisel vor der Einfahrt zur Uni. Er hat gefühlte zehn Spuren und kein für mich erkennbares Konzept. Einfach fahren, hupen und laut schimpfen. Aber es klappt trotzdem alles prima.

Hier nochmal ein Plan vom Uni-Gelände. Der Eingang ist unten links (roter Kasten). Mein Büro ist bei D.

So sieht die Einfahrt aus.

 Und so das Gebäude. in dem mein Büro ist. Links aus der Ferne und rechts noch einmal direkt davor stehend. Auch hier auf dem Campus geht es immer schön stetig bergauf wie man sieht.
Nun sind wir also in meinem Büro. Ich sitze vorne links, wo die Jacke hängt. Jason sitzt hinten links am Fenster und Kyung-Hwan hinten rechts. Ist aber keiner da. Hinten sieht man auf der Fensterbank neben unserem Kühlschrank noch den schönen weißen Plastikweihnachtsbaum mit bunter Deko.

Auf der anderen Seite ist dann wieder die obligatorische Mikrowelle und der Wasseraufbereiter, sowie zig Zettel von irgendwelchen Lieferservices. Die Koreaner arbeiten eigentlich immer bis spät nachts und essen dann hier an der Uni. Daher werden einem hier auch ständig Flyer einfach unter der Tür durchgeschoben oder drangeklebt. Der belete Instant-Kaffee hier ist eine Wissenschaft für sich, nämlich eine Vier-STufen-Rakete quasi. Die kleinen Beutelchen sind so gestopft, dass erst der Kaffee, dann der Zucker und am Ende der Kaffeeweisser rauskommt. Daher muss man gucken immer nur das in den Becher zu schütten, was man auch haben will. Der Rest kommt dann weg und in der vierten Stufe wird dann der leere Beutel zum Verrühren benutzt.

Wenn man aus dem Fenster guckt sieht man natürlich Berge. Hier mal ein Bild aus einem der Fenster. Guckt man nach rechts, so blickt man auf den schön gestalteten Hinterhof. Manche haben sogar nen Basketballplatz dort.
Unten rechts ist nochmal ein anderer Hinterhof.



Natürlich haben wir in unserem Büro auch einen Bleistiftspitzer ;)

So nun ist abend und es geht wieder heim. So sieht es hier dann abends aus.  

Man fährt hier auch gerne mal ein Stück über den Gehweg. Und kaum ist das Auto auf der Strasse, drücken sich auch schon links und rechts je ein Rollerfahrer durch. Hier liefert alles mit nem Roller, sogar McDonalds. Und die fahren überall wo es nur geht.


Nun gehen wir mal die Hauptstraße hoch. Gehwege gibt es hier nicht. Immerhin hat die Hauptstraße gelbe Markierungen auf dem Boden. Trotzdem läuft einfach jeder auf der Straße und die Autos fahren halt mit der Menschenmasse mit. Ab un zu drückt sich dann noch mal ein Roller durch eine Lücke zwischen Mensch und Auto. 



Noch schnell vorbei an dem tanzenden und singendem Hasen, der einen in den Laden locken will. Dann bei Lecker Huhns in die Strasse einbiegen, noch einmal ums Eck und schon bin ich wieder daheim. So das war mein Tag für heute und nun leg ich mich schlafen.



Dienstag, 5. April 2011

Noch ein schneller Post

Bevor ich mich nun ins Bett lege noch schnell ein Paar Bilder und Infos für die Daheimgebliebenen.


Ich habe bei meiner Ankunft ja auch ein koreanisches Handy bekommen und mich eben mal selbst auf meinem deutschen Handy angerufen, um endlich mal meine Nummer raus zu kriegen. Bin nun also, zusätzlich zu meiner alten Handynummer, auch zu erreichen unter:

+821049976814

So sieht das gute Stück übrigens aus. Die Firma Anycall ist Dir nicht geläufig? Doch ist sie. In Deutschland kennt man diesen koreanischen Hersteller bzw. Vertreiber unter dem koreanischen Namen Samsung (Sam = Drei, Sung = Sterne). Hinten steht dann auch Samsung drauf. Samsung verkauft hier drüben echt fast alles. Sogar Autos.

Naja, abschliessend wollte ich mal einen Einblick in mein kleines Reich hier drüben geben.
Die Koreaner haben andere Ideale als man das aus dem Westen kennt. Hier gibt es den Traum vom Haus mit Garten im Grünen nicht, sondern das Beste, was einem passieren kann ist eine kleine Wohnung in einer Großstadt. Die Preise hier kann man sich halt nur leisten, wenn man wirklich viel verdient. Plattenbau als Statussymbol.
Auf den paar Quadratmetern hat man aber alles was man braucht. Einen Schrank, einen Schreibtisch, einen Kühlschrank und ein Bett. Ein richtiges Bett ist fast schon Luxus, da viele einfach nur auf Matratzen schlafen. Standardmäßig ist natürlich auch ne Fußbodenheizung und eine Klimaanlage mit drin. Im Flur gibt es für jeden Stock noch eine Waschmaschine.
Internet gibts natürlich wie überall hier auch. Richtig kochen kann man nicht, aber im Flur steht eine Mikrowelle und ein Wasseraufbereiter. Die stehen hier überall herum, und liefern auf Knopfdruck kaltes oder heisses Wasser. Perfekt für eine schnelle Tütensuppe, einen Tee oder den hier beliebten Instant Kaffee. Daher darf sowas auch im Büro natürlich nicht fehlen.

Noch ein kleiner Blick ins Bad und schon ist die Wohnungsführung rum. Viel ist hier auch nicht zu sehen. Das ganze Badezimmer dient als Dusche, wobei alles auf Hobbitgröße angepasst ist. Der Duschkopf geht selbst mir grad so bis ans Kinn, und ich bin ja nun nicht wirklich riesig. Die Armaturen sind auf Schienbeinhöhe, damit man sich schön stoßen kann. Die Schüssel hilft, dass man beim Händewaschen keine nassen Füße kriegt. Da das Wasser hier etwas Chlor enthält, riecht es immer ein wenig nach Schwimmbad, aber dafür hab ich ja ein Fenster. So und schon hat man alles gesehn.

Dann werde ich mich nun einmal in meine Nasszelle begeben, um mich bettfertig zu machen und mich schlafen legen, damit ich morgen früh wieder in aller Frische arbeiten gehen kann. Vielleicht finde ich dann ja auch morgen endlich meine Adresse hier raus und komme dazu Bilder von Nogdu (dem Stadtviertel hier) und meinem Büro online zu stellen.

Für ein schöneres Korea

Korea feiert am heutigen Dienstag den 66. Tag der Baumpflanzung.

Zu diesem Anlass würden 80.000 Teilnehmer an 280 Orten insgesamt 1,6 Millionen Bäume und Sträucher pflanzen, teilte die Forstbehörde mit.

Dieses Jahr finden besonders anlässlich der Erklärung des Weltwälderjahres durch die Vereinten Nationen und die Austragung der Konferenz der Vertragsparteien des UN-Übereinkommens zur Bekämpfung der Wüstenbildung im Oktober in Südkorea vielerorts Veranstaltungen statt.

Die Behörde eröffnete Ende Februar landesweit an 134 Stellen Baummärkte und verteilte an die Besucher Bäume.

Quelle:
world.kbs.co.kr