Dienstag, 24. Mai 2011

Was Cannes kann, kann ich schon lang

Meine Video-Premiere

Ok, einen Preis werde ich damit sicher nicht gewinnen, aber zumindest gibt es nun zum ersten Mal audiovisuelle Eindrücke aus Korea. Bleib aber wohl in Zukunft lieber beim Fotos machen, das kann ich besser. Trotzdem hier mal zwei kleine Clips. Morgen beginnt hier das Internationale Food-Festival. Da gibt's dann Essen aus aller Welt. Da heute aber schon alles aufgebaut war, ging es auch schon los. Habe dann mit Syam schonmal Pajeon und Mandu gegessen. Morgen oder übermorgen gibt's dann sicher auch Bilder vom Festival. Auf der Großleinwand konnte man dann Leuten beim Zocken zugucken. Erst wurde Fussball gespielt, mit Live-Moderator, wobei die Leute mitgefiebert haben, wie im Stadion. Abends wurde dann gemeinsam der Volkssport "Star Craft" geguckt.

Ansonsten gab es auf dem Campus dann noch ein Bühne mit lauter Musik und allerhand weitere Unterhaltung. Unter anderem auch eine traditionelle Musik- und Tanzgruppe. Die Trachten kennt ihr ja schon von meinen Bildern. Nun hört ihr also auch mal die Musik dazu.

Sonntag, 22. Mai 2011

Sonntags-Shopping

Die Woche über ist nicht viel passiert. Gegen Wochenende wurde das Wetter dann schlechter und Samstags hat es dann den ganzen Tag lang geschüttet. So habe ich zumindest mal etwas Zeit gefunden noch mal etwas koreanisch zu lernen. Sonntag wurde das Wetter dann besser, also bin ich mal zum Bummeln in die Stadt gefahren. Zum Glück hat Korea so tolle Öffnungszeiten. Hierbei hab ich dann auch mal wieder ein paar Bildchen gemacht.
2011-05-22
Erst ging es zu den großen Modeläden und dann ein wenig über die kleinen umliegenden Märkte, rund um das Dongdaemun. Hier gibt es dann auch eine Strasse, in der man nur Blumen und Grünzeug kaufen kann. Unterwegs habe ich dann auch ein mal ein paar der doch relativ vielen Kirchen hier fotografiert. Am Ende habe ich dann noch durch Zufall den Jogyesa-Tempel gefunden. Hier hing noch alles voll mit Laternen vom großen Laternenfest.
Auf dem Heimweg kam ich dann noch an einer kleinen Krabbe vorbei. Der Körper war etwa so groß wie zwei Hände. Das gibt ein schönes Familienessen. Dann hab ich noch was anderes überdimensionales entdeckt. Ein kleiner Bildschirm gegenüber dem Hauptbahnhof. Und am Ende hat sich auch geklärt, warum mir einige der Bilder bekannt vorkamen.
Zurück ging es dann mit der letzten S-Bahn. Das habe ich aber erst mitbekommen, als ich angekommen bin und auf einmal die Lichter überall ausgingen und alle rausgejagt wurden. Den letzten Bus habe ich dann natürlich verpasst, also ging's zu Fuß nach Hause.

Sonntag, 15. Mai 2011

Ruhiger Tag

Heute wird mein kleiner Schulterdrache ein Jährchen älter. Da ich ihm nun den ganzen Tag lang huldigen muss, habe ich nicht viel Zeit für anderes. Da das Wetter aber gut war, bin ich kurz in die Stadt gefahren, um mich einfach nochmal etwas umzuschauen. Daher gibt es von heute auch nicht viel zu berichten. Das einzig spannende war die Heimfahrt mit dem Bus. Über den Fahrstil der Koreaner hab ich mich ja bereits ausgelassen. Aber es geht hier immer alles gut, also gewöhnt man sich daran und achtet auch gar nicht mehr darauf, wie gefahren wird. Daher habe ich leider auch nicht mitbekommen, warum der Bus auf einmal von der Polizei angehalten wurde. Nachdem sich der Polizist wohl bei den Fahrgästen für die Unterbrechung der Fahrt entschuldigt hat, wurde der Fahrer zurechtgewiesen und hat sein Knöllchen bekommen. Um die verlorene Zeit aufzuholen wurde den Rest der Fahrt dann halt etwas mehr Gas gegeben und einfach öfter gehupt. Da hat also jemand seine Lektion gelernt ;)
2011-05-15

Samstag, 14. Mai 2011

Über den Wolken...

Heute war in Korea Lehrertag. Das ist hier ein wichtiger Feiertag. Daher gab es heute ein gemeinsames Gruppenessen mit dem Chef. Gleichzeitig war es auch das Abschiedsessen für einige ehemalige Gruppenmitglieder, die im Laufe des Jahres ihren Abschluss gemacht haben. Es gab Salat, Sushi und eine Nudelsuppe. Dazu dann noch einige Beilagen und im Anschluss noch eine Torte. Wir Studenten haben uns danach noch kurz in den Park gesetzt und geschwatzt, bevor wir nach Hause sind.
Nachmittags hat es mich dann nach Namsan gezogen. Hier auf dem Berg steht der Fernsehturm (N Seoul Tower). Vorher gings noch kurz durch die Einkaufsstraße. Da hier auch eine Uni ist, haben sich die Geschäfte voll auf das jugendliche Publikum eingestellt und locken mit buntem Kitsch und viel Beauty- und Modekram.
2011-05-14
Nun aber hoch auf den Namsan. Nach einer guten halben Stunde anstehen war ich dann endlich in der Gondel und es ging aufwärts. Nach ein paar Stufen stand ich dann auch schon am Fuße des Fernsehturms. Hier auf der Dachterrasse gibt es dann noch etwas Besonderes.
"A lock of love". Nach einer alte Geschichte wird ein Wunsch zweier Liebender, der an einem Schrein hier auf dem Namsam ausgesprochen wird, wahr. Heutzutage kommen Pärchen hierher, um ihre Liebe mit einem Schloss zu "besiegeln", auf dass sie für immer halten möge. Daher hängen hier alle Geländer voller Schlösser mit kleinen Liebesbotschaften.
Von hier kann man zwar auch schon einen guten Blick auf die Stadt werfen, aber noch besser ist der Blick natürlich vom Fernsehturm aus, also ab nach oben. Nach nur ner halben Stunde anstehen war ich dann auch schon im Aufzug. Natürlich wird die Fahrt wieder mit viel Musik und einem kleinen Film aufgepeppt. Oben angekommen kann man dann die ganze Stadt sehen. Den Sonnenuntergang habe ich gerade verpasst, aber so sieht man schön die vielen Lichter der Stadt. Hier kriegt man dann mal einen besseren Eindruck über die Größe der Stadt. Lichter soweit das Auge reicht. Und sogar die Toiletten haben Fenster, damit man den Blick genießen kann. Dann ging es wieder runter. Das heißt, halbe Stunde anstellen, Aufzug fahren, halbe Stunde anstellen, Gondel fahren. So kriegt man seinen Abend auch rum. Aber wie man auch auf dem letzten Bild sieht, stellen sich die Koreaner immer gerne in Schlangen an.

Dienstag, 10. Mai 2011

Buddhas Geburtstag

Heute ist Buddhas Geburtstag. Das ist in Korea ein offizieller Feiertag, also muss ich kein schlechtes Gewissen haben heute nicht arbeiten gegangen zu sein. Leider ist seit zwei Tagen meine Karte, mit der ich hier ins Haus komme, kaputt. Da ich nicht wieder ne halbe Stunde oder länger vor der Tür stehen wollte, bis zufällig jemand kommt, versuche ich das Haus zur Zeit nicht zu verlassen. Leider ist die Vermieterin wohl auch grade weg. Hoffe sie kommt bald wieder und ich krieg eine neue Karte. So finde ich aber zumindest endlich mal Zeit die vielen Erlebnisse der letzten Tage niederzuschreiben und mit euch zu teilen. Also gibts heute massenweise Bilder und drei neue Posts. Viel Spaß beim Lesen und Bilder angucken.

Update: Hab wieder einen Schlüssel.

Sonntag, 8. Mai 2011

Bergsteigen

Heute ging es bei bestem Wetter auf den Gwanaksan, in dessen Tal unsere Universität liegt. Wandern ist hier ein Volkssport für Alt und Jung. Allerdings gibt es hier keine geebneten Wanderwege, sondern es geht einfach über Stock und Stein. Ein wenig wie im Felsenmeer. Aber das sieht man ja auch auf den Bildern. Der Gwanaksan ist hierbei noch einer der leicht zu erklimmenden Berge. Kurz vor dem Gipfel muss man dann auch nochmal richtige Steinwände hoch klettern. Hier sind dann oft Seile oder Ketten zum festhalten angebracht. Oben auf dem Gipfel steht dann ein kleiner Tempel, Yeonjudae. Hier kann man kleine Zettelchen an eine Laterne hängen, eine Kerze anzünden und beten. Da in den meisten Tempeln fotografieren verboten ist, habe ich mich hier auch zurückgehalten.
Nach einer kleinen Stärkung mit Bergbananen gings dann wieder auf den Heimweg. Auf dem Weg habe ich dann auch immer wieder diese kleinen und großen Steinhaufen gesehen, deren genaue Bedeutung ich noch nicht herausgefunden habe. Unterwegs hab ich dann nochmal eine Pause am Bergbach gemacht und mir die Füße abgekühlt. Dabei kam ich mir dann etwas vor wie in einem Disney-Film, in dem die Waldtiere um einen herum hüpfen. Aber das sieht man ja auf den Bildern.
Der Rückweg führte mich dann auf den Campus. Habe mal ein paar Bilder gemacht, damit man einen Eindruck bekommt, wie es denn hier so aussieht. Man sieht nun auch mal, dass sowohl die Uni als auch mein Zuhause in einer Hügellandschaft liegen.
Gwanaksan

Samstag, 7. Mai 2011

Ich geh mit meiner Laterne...

Nächste Woche ist Buddhas Geburtstag und der wird hier groß gefeiert. Der Auftakt zu den Feierlichkeiten ist die heutige Laternenparade. Die Bilder sprechen eigentlich für sich. Jede Menge große und kleine Laternen mit diversen Motiven. Oftmals auch mit dem Hakenkreuz, das Swastika (klick mich) heißt und hier ein religiöses Symbol Buddhas ist. Am Ende konnte man dann alle Laternen noch einmal aus der Nähe betrachten. Entlang des Cheonggyecheon-Flusses (der künstliche Fluss, von dem ich schon berichtet hatte) konnte man dann noch weitere Laternen begutachten. Desweiteren gab es einige Kunstwerke und ein Lichtspiel, bei dem verschiedene Dinge in einen Wassernebel projiziert wurden, zu sehen. Hiervon habe ich dann leider nur das Ende mitbekommen. War schon schön zu sehen, wie die ganze Stadt mit kleinen Laternen beleuchtet ist.
Laternenparade