Dienstag, 26. Februar 2013

Experimentelle Chemie und noch experimentellere Musik

Nach dem Frühstück wurden wir in unserem privaten Shuttlebus zum ersten Konferenztag gefahren. Vorbei an etlichen Blumengesteckverkäufern. Natürlich alles gewohnt stilsicher quietschbunt mit viel Plastik. Warum das ganze Trara? Heute ist hier Graduation Day. In Korea werden alle Abschlüsse des Semesters an einem Tag verliehen. Da die SNU einen sehr guten Ruf hat, sind die Leute entsprechend stolz und feiern ausgiebig. Das Ganze hatte etwas von einem Jahrmarkt. Neben den Blumenverkäufern sind hier überall Essensstände, Ballonverkäufer, Fotografen und natürlich eine Menge Studenten in ihren schicken Roben und ihre vor Stolz platzenden Familien.

Nachdem ich mir einen Tag lang sehr erfolgreich versucht habe einzureden, dass die vielen neuen Erkentnisse in der Synthese von Polymeren mir als theoretischem Physiker sicher viel helfen werden, ging es dann abends schick und reichlich essen. Im Anschluss wurden wir dann zu einem Violin-Konzert "eingeladen". Da die Geigerin die Frau eines koreanischen Profs war, wurde natürlich auch nicht abgelehnt. Technisch war das Konzert sehr gut. Einige der Stücke, bei denen sie zum Teil von einem Cellisten bzw. einer Pianistin begleitet wurde, waren recht "modern". Da muss man sich wohl erst dran gewöhnen. Aber es war ein schöner Abschluss des ersten Tages. 

2013-02-26 Graduation Day und Konzert

Montag, 25. Februar 2013

Sitzt eine Schnecke auf einer Schildkröte und schreit: "Huiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii"

Husch, und schon ist man wieder in Korea. Lohnt sich ja auch ziemlich für ne knappe Woche. Aber man lernt ja nie aus.

Lektion Eins:
Merke: Springerstiefel mit Stahlkappen verlängern die Sicherheitskontrollen am Flughafen signifikant. Wenn man dann noch seine Fotoausrüstung dabei hat und mal wieder zum Sprengstoffschnelltest muss, kann das noch etwas länger dauern. Vorallem, wenn der Kollege davor scheinbar etwas verstellt hat und man zwanzig Minuten warten muss, bis das Gerät messbereit ist. Ich hatte übrigens überraschenderweise keinen Sprengstoff dabei.

Lektion Zwei:
Nimm ein Buch oder Musik mit ins Flugzeug. Das Filmprogramm war diesmal leider etwas mager. Viele der wenigen guten Filme kannte ich leider schon. Aber so kam ich auch mal dazu "Frankenweenie" zu gucken. Als nächstes gab ich dem Historien-Drama "Lincoln" eine Chance. Eigentlich ein ganz guter Film, aber wenn man zuvor schon den Film "Abraham Lincoln Vampirjäger" gesehen hat, kann man ihn eigentlich nicht mehr gucken. Ich habe ständig darauf gewartet, dass Mr. Lincoln eine Axt aus dem Ärmel schüttelt und einem der Republikaner den Schädel spaltet. Danach habe ich dann meinen Piratendurst gelöscht und den vierten Teil von "Ice Age" geschaut, um die Reihe zu komplettieren. Positiv überrascht hat mich dann noch "Argo", der in der gleichen Nacht noch den Oscar als bester Film erhalten hat. Um die letzte Stunde bis zur Landung noch zu füllen, habe ich mich entschieden die schönen Bilder der Kurzdoku "Frozen Planet: The Last Frontier" zu geniessen.
Immerhin gab es schon einmal eine Vorschau auf das Programm für den Rückflug, der dank des kurzen Februars auf Anfang März fällt. "Life of Pi" und "Skyfall" werden sicher schon einige der zwölf Stunden Flug fressen. Hoffentlich wird der Rest nicht sooo langweilig, dass ich am Ende doch noch den letzten Twilight Film gucken muss ;) 

Lektion Drei:
Vegetarisches Essen im Flieger bestellen. Das hatte den netten Nebeneffekt, dass ich als Allererster im ganzen Flugzeug mein Essen bekommen habe und mich alle neidisch angeschaut haben. Vermutlich aber nur bis sie gemerkt haben, dass es Hasenfutter ist. 

Auf der Busfahrt vom Flughafen zum Hotel kam man nicht daran vorbei die schier unendliche Anzahl an koreanischen Flaggen überall zu bemerken. Denn heute wurde die neue Präsidentin Park Geun-hye, als erste Frau an der Spitze des Landes, vereidigt. Und das ist hier nicht so ne lahme Vereidigungsfeier im kleinen Rahmen wie in Deutschland. Da tritt auch mal eben vor den 60000 Gästen ein gewisser Psy auf. Oppa Gangnam Style.

Im Hotel angekommen wäre es dann ja auch zu schön gewesen, wenn man sich mal 5 Minuten hätte ausruhen können. Es ging aber sofort weiter an die Uni, um die Bewerbungsunterlagen für den Sommer abzugeben. Da unsere Ansprechperson aber schon nicht mehr im Büro war und die anderen Kollegen nur eine handvoll (also eine wirklich sehr kleine Zwergenhand) gebrochenes Englisch konnten, gestaltete sich diese vorerst letzte Runde des Bewerbungsmarathons noch einmal als eine kleine Herausforderung. Mit koreanischer Ausdauer und ihrer gewohnt netten Art hat am Ende dann aber doch alles noch irgendwie geklappt. 

Das Abendessen hatte dann leider nur noch den Sinn einen durch das Kauen zwangsweise wach zu halten. Nun falle ich nur noch ins Bett.

2013-02-25 Ankunft

Donnerstag, 1. Dezember 2011

N Seoul Tower und Tschüß

An meinem letztem Tag hier in Seoul ging es noch einmal auf den Fernsehturm N Seoul Tower. Von hier aus konnte man die ganze Stadt noch einmal überblicken.  Die vielen Schlösser der verliebten Pärchen durften genau so wenig fehlen, wie die passende weihnachtliche Deko. Zum Abschluss des Abends ging es dann noch kurz durch das Shopping-Viertel Myeong-dong, in dem man so allerlei Kurioses findet.
Damit geht ein weiterer Korea-Aufenthalt zu Ende. Hoffentlich geht beim nächsten Mal nicht wieder ein Laptop in die Knie. Ich bedanke mich bei meinen geduldigen Lesern und freue mich schon darauf euch ausführlichst über meinen nächsten Besuch in Korea zu berichten.
2011-12-01 N Seoul Tower

Dienstag, 29. November 2011

COEX, Bongeunsa Tempel und Hügelgräber

Heute war ich noch einmal einkaufen und Fotos machen. Leider war das Wetter ziemlich bescheiden. Erst ging es in die COEX-Mal zu Weihnachts-Hello Kitty und Totoro. Direkt hinter dem Einkaufscenter liegt der Bongeunsa Tempel. Hier steht auch Mireukdaebul, die mit 23 Metern Höhe größte Buddha-Statue Koreas.
Danach ging es zu den nahe gelegenen Hügelgräbern Seolleung. Leider konnte man hier nur auf einen der drei Grabhügel drauf, aber der kleine Spaziergang durch den Park war doch ganz nett. Zuletzt kam ich dann noch an den Floating islands vorbei. Diese künstlichen Inseln wurden hier in den Han-Fluss gesetzt und leuchten Nachts in immer wechselnden Farben. Leider war es aber noch hell, als ich dort war. Zuhause erwartete mich dann noch eine kleine Überraschung. Da stand doch auf einmal ein blinkender Weihnachtsbaum in unserem Hausflur. Sah erst nach Feueralarm aus, war aber doch eine schöne Überraschung.
2011-11-29 Tempel und Huegelgraeber

Freitag, 25. November 2011

Kommandozentrale außer Gefecht gesetzt

Heute morgen ging mein Laptop auf einmal nicht mehr an. Naja, erstmal Festplatte ausbauen und nach weiteren typischen Fehlern suchen. Nichts. Also Laptop ganz auseinander bauen und nach einem Wackelkontakt oder so suchen. Auch nichts. Und wenn man schon dabei ist, kann man gleich mal einen Blick auf die Bildschirmverkabelung werfen. Hier ist aber auch nichts zu finden. Das war's dann wohl mit dem guten Stück. Da muss ein Neuer her. Somit werden sich wohl auch weitere Berichte und Bilder auf unbestimmte Zeit verschieben.
Immerhin konnte ich während der Bastelstunde zwei neue Kaffeesorten probieren. Und sie waren beide sogar trinkbar, was hier in Korea nicht immer der Fall ist. Und dank eines super durchdachten Systems kam ich hier sogar zu meinem ersten "Filterkaffee".
2011-11-26 Kaffee und Computer

Donnerstag, 24. November 2011

Essen mit den Koreanern

Heute Abend waren wir zusammen mit den Koreanern auf der Piste. Erst ging es in ein Restaurant mit sehr leckerem Essen und anschließend in eine Bar. Warum diese "Blue Train" heißt, sollte man an den Bildern erkennen.
2011-11-24 IRTG Essen

Sonntag, 20. November 2011

Ab in die Kälte

Nun weiß ich auch warum Jeju als das Hawaii Koreas gilt. Gerade mal eine Flugstunde weit weg, aber über 10° Temperaturunterschied. In Jeju bei 16° ohne Jacke losgeflogen und bei 3° in Seoul gelandet. Nachts fallen die Temperaturen hier nun unter 0° und es soll auch schon geschneit haben. Dann arbeitet man wenigstens mehr und macht weniger unnötige Fotos, mit denen man seine Mitmenschen quält ;) Am Wochenende wollen wir noch einmal auf den Gwanaksan (Berg hinter der Uni). Da gibt es dann sicher wieder Bilder.