Mittwoch, 13. April 2011

Frühlingsblumenfest


Heute hat das Frühlingsblumenfest auf der in der Stadt liegenden Insel Yeouido am Hangang-Fluss begonnen. Natürlich habe ich mir das nicht entgehen lassen und bin nach der Arbeit dorthin gefahren.
Der Hangang ist der Hauptstrom durch Seoul und einfach nur riesig. Die Insel Yeouido ist eine Art Klein-Frankfurt. Hier befindet sich die Börse und viel Banken, sowie die Nationalversammlung (Bild rechts). Und auf dieser Insel gibt es auch viele Parks und Bäume. Einmal im Jahr findet hier dann das Frühlingsblumenfest statt. Und heute ging es los.

Entlang einer Strasse, die um die halbe Insel führt, steht ein blühender Baum nach dem anderen. Und die leicht rosafarbenen Blüten werden dann mit bunten Lichtern angestrahlt. Dazu wird dann klassische Musik eingespielt und man kann schön spazieren gehen. Am Wegrand stehen dann noch andere Blumen, Künstlerstände und es wird alles möglich an Essen verkauft. 
Für Unterhaltung sorgen dann größere und kleinere Bands. Eigentlich sollte es noch ein Feuerwerk geben, aber das scheine ich verpasst zu haben. Trotzdem war es sehr schön. Weitere Bilder gibt es mal wieder im


So nun geht es heim und ins Bett.

Dienstag, 12. April 2011

Essen

Heute dreht sich alles ums Essen. Uns wurde heute mitgeteilt, dass in den nächsten Wochen ein großes Essen mit der Gruppe stattfinden wird. Bin ja mal gespannt wie das so wird.

Heute gab es nichts sonderlich außergewöhnliches in der Mensa, aber nach dem Mittagessen gab es heute mal ein koreanisches Eis mit Maronengeschmack. Es waren sogar Stückchen mit drin. Wieder mal schwer zu beschreiben. Anders, aber lecker. Natürlich gibt es hier auch Essen, das man aus Deutschland kennt. Hab mir heute mal für ne Euro dreißig ein paar Bananen gekauft. 

Und wenn ich schon grad am shoppen war, hab ich auch gleich mal Waschmittel besorgt. Von der koreanischen Firma LG, die man bei uns ja eigentlich nur für seine Fernseher oder andere Technikdinge kennt. Aber haben auch mehr im Angebot, wie man hier sieht. Dazu gabs ein koreanisches Bier, damit ich nun auch mal meinen leckeren Bier-Snack probieren kann (siehe Eintrag vom 8. April, ganz unten). Gerösteter Tintenfisch mit leckerer Sauce. Ja kann man essen. *mampf* Ist nur etwas zäh. Aber da muss man bekanntlich durch als Lurch.

Montag, 11. April 2011

Die grosse Stadt - Teil 2

Nachdem ich ja gestern schon mit den Bilder gelockt habe, kommt nun ein wenig Text dazu. Das passt auch ganz gut, weil der Tag heute in etwa so spannend war, wie der Blick aus meinem Fenster (siehe erstes Bild in der Galerie von gestern). Ausser dass ich in der Mensa heute aus Unwissenheit eine Suppe mit Muscheln und Schnecken drin gegessen habe. Da ich hier gerade sitze und schreibe, schein ich es ganz gut überlebt zu haben ;)
Nun aber zum gestrigen Tag. Am besten einfach nochmal die Bildergalerie von gestern öffnen, denn vieles ist mal wieder doppelt fotografiert und das muss ja nicht alles hier rein. Desweiteren werde ich hier die Reihenfolge ein wenig ändern, denn die Bilder sind chronologisch sortiert, wodurch man auch wunderbar erkennen kann, das ich das ein oder andere mal im Kreis gelaufen bin, da ich natürlich ohne Stadtplan einfach mal losgelaufen bin, was ich ja sonst *Achtung Ironie im Anflug* niiiiiiieeeee!!!!EinsEinsElf mache. So lernt man halt eine Stadt am besten kennen. 

Das beste Fortbewegungsmittel hier ist einfach die U-Bahn, als ab in den Untergrund. Bezahlt wird hier kontaktlos mit der T-Money Card. Einfach beim Betreten des ersten und Verlassen des letzten Bahnhofs drüberziehen, fertig. Grundgebühr sind 1000 Won und dann wird über 10km nach Entfernung abgerechnet. Auf den Fahrplänen an jeder Station steht, was eine Fahrt zu jeder anderen Station kostet. Wenn man nicht weit aus der Stadt rausfährt sind das maximal 1500 Won, also knapp 1 Euro. Kinder bis 6 fahren kostenlos und haben einen eigenen Eingang.

Wie alles hier ist auch die U-Bahn sehr sauber. Die Bahn selbst hält hinter einer Glaswand mit Türen, wohl auch damit im Getränge keiner auf die Gleise fallen kann. Den so leer wie hier auf dem Bild gerade ist es in der Regel nicht. In der Bahn selbst ist es dann halt auch immer recht gemütlich, um nicht zu sagen eng und stickig. Die Koreaner selbst hören in der Bahn eigentlich alle Musik oder gucken auf ihrem Handy irgendwelche Filme. Wohl auch, damit sie die Dauerbeschallung in der Bahn, und der ganzen Stadt, nicht mitbekommen. Die Bildschirme sind nicht nur da, um den nächsten Halt anzukündigen, nein hier laufen auch immer schöne Videos, wie man sich denn im Falle eines Brands verhalten soll usw. Die Umsteigebahnhöfe haben dann bei der Durchsage immer eine schöne Erkennungsmelodie. Um es nicht zu penetrant zu machen ist das auch oft mal Vogelgezwitscher oder ähnliches, was übrigens auch oft bei grünen Fussgängerampeln zu hören ist. Das U-Bahnsystem selbst ist super einfach, wenn man es verstanden hat. Jede Linie hat eine andere Farbe und jede Station eine Nummer,  wobei die erste Zahl immer die Nummer der aktuellen Linie ist. An jedem Gleis steht dann der Name der nächsten Station, damit man weiss in welche Richtung man muss. Und beim Umsteigen muss man einfach den, der nächsten Linie entsprechenden, farbigen Streifen, Markierungen und Schildern folgen.

Meine erste Station war dann Itaewon. Das absolute Touristenviertel. Hier entstand dann das Bild des gestrigen Blogs. Auf der Hauptstrasse sind alle paar Meter Platten eingelassen, die einem auf allen nur erdenklichen Sprachen der Welt Hallo sagen. Das war auch schon das Schönste hier. Ansonsten kommt man sich etwas vor wie in Amerika. Starbucks, Dunkin' Donuts, Taco Bell, Mäcces und dazwischen mal ein Burger King. (Ok, gerade Starbucks und Dunkin' Donuts gibts auch im Rest vom Seoul an jeder Ecke) In dem Hard Rock Cafe, das ich mir hier eigentlich angucken wollte, ist mittlerweile ein Klamottenladen. Die einzigen anderen Geschäfte, die es hier so gab, wollten einem Anzüge aufschwätzen. Alle fünf Meter hieß es dann: "Niit Sjut?" Nein. Alles in allem garnicht mein Geschmack, also schnell durch, alles angucken und weiter gehts zur Station City Hall und mal gucken, was man hier so findet.

Kaum aus der U-Bahn draussen, steht man direkt vor dem Daehanmun-Tor, dem Eingang zum Deoksugang-Palast. Als ich später noch einmal hierhin kam, war zufällig gerade die Zeremonie der Wachablöse der königlichen Garde, wie sie während der Joseon-Dynastie stattfand, im Gange. Ein riesen Spektakel. Erst kommen die einen, dann die anderen, dann noch die Fahnenträger und die Musikkapelle, dann werden sich die Schwerter gezeigt und der Schlüssel in der Truhe übergeben, dann schreit einer rum und alle anderen schreien zurück, dann wird getrommelt und anschliessend ziehen alle wieder ab. Nur dumm, dass sie dann an der rote Ampel warten mussten, das war früher sicher nicht so.
Aber es gibt einem einen guten Eindruck der Stadt. Es gibt hier vieles Altes, was aber meist von modernen Bauten umgeben ist. Das sieht man auch auf vielen meiner Bilder. Ein weiteres Beispiel für diesen Kontrast aus alt und neu ist der Cheonggyecheon-Fluss. Der floss früher durch Seoul, wurde dann aber zubetoniert, um eine Strasse zu bauen. Vor wenigen Jahren wurde der Flusslauf dann wieder hergestellt. Für eine schönere Stadt. Hier kann man spazieren gehen, Münzen in einen Steinkreis werfen und sich was wünschen, über die Steine hüpfen und dabei auch mal reinfallen. Das Bild rechts zeigt die künstliche Quelle des Flusses. Den um den Fluss fliessen zu lassen, wird das Wasser extra hierher gepumpt, weshalb an dem teuren Projekt auch viel Kritik geübt wurde. Ich fand es trotzdem schön hier entlang zu laufen. Wie man an der Reihenfolge der Bilder sieht war ich jedoch zuvor noch woanders.

Vorbei am zero milestone, an dem man auf im Boden eingelassenen Platten ablesen kann, wie weit man in welche Richtung laufen müsste, um in eine Stadt, wie z.B. Berlin, zu kommen, kommt man auf eine grosse lange Strasse. Diese führt zum Gelände des Gyeongbokgung-Palastes. Auf dem Weg dorthin stehen Statue von General Yi und dem großen König Sejong Daewang. Selber lesen (auch bei Wikipedia) bildet. 

Am Ende der Strasse steht dann das Gwanghwamun-Tor. Dahinter befindet sich das Gelände des Gyeongbokgung-Palastes.  Ganz drinne war ich diesmal noch nicht, das werde ich aber bald nachholen. Danach gings weiter durch die Stadt, an die oebn bereits beschriebenen Stationen.

Somit kam ich dann an das Sungnyemun-Tor, von dem man aber leider gerade nicht soviel sieht. Also mit grooossssen Augen vorbei an etwas zwanzig Fotoläden gings dann auf den Namdaemun-Markt. Hier findet man alles, was man sich nur vorstellen kann.

Direkt neben diesem traditionellen Markt findet man dann das moderne Shinsegae-Kaufhaus. Irgendwann im zwölften oder dreizenten Stock hatte ich dann keine Lust mehr noch höher zu fahren und hab mich kurz in die kleine Grünanlage hier oben gesetzt. Danach war ich noch am Hauptbahnhof, der Seoul Station, um im direkt daran anschliessenden Kaufhaus. Mit dampfenden Füßen hab ich mich dann auf den Heimweg gemacht.

So dass war mein gestriger, spannender Tag und es werden sicher noch viele weitere Folgen.

Sonntag, 10. April 2011

Die grosse Stadt

Guten Tag! Germany Berlin.

Die Geschichte zu diesem Bild und noch vielen Weiteren gibt es morgen.

Denn heute war ich in der grossen Stadt. Und da es recht müde macht den ganzen Tag rumzurennen, bin ich heute zu kaputt noch Genaueres von der langen Tour zu berichten.

Aber die Bilder stelle ich schon einmal online, damit ihr euch einen Eindruck machen könnt, wie es hier so aussieht.

Viel Spaß damit und gute Nacht.

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Samstag, 9. April 2011

Fundstücke des Tages

Heute habe ich erst einmal ausgeschlafen und den Rest des Tages Ausflüge geplannt. Nun weiss ich erstmal, wie ich zur U-Bahnstation komme und wie ich dann morgen in die Stadt und hoffentlich auch wieder zurück komme. Viel mehr ist von heute auch nicht zu berichten. Nur zwei Dinge, beide mit einem Bezug zu Deutschland, sind mir heute noch vor die Linse gekommen. Zum einen eine Bar mit dem Namen "Beelzebub". Deutsche Namen sind hier generell recht beliebt. Viele Kneipen heissen "Hof", wie das Hofbräuhaus. Einer heisst sogar "Liebe Hof". Und es gibt noch mehr. Werde die Tage nochmal Bilder machen.



Bevor ich mich ins Bett lege nun noch schnell zum zweien Fundstück des Tages.
*Insidermodus anmach*
Passend zu einem gewissen Feiertag, der heute in zwei Ländern stattfindet, hat vorhin beim koreanisch lernen wohl ein gewisser kleiner Schulterdrache ein rotes Haar verloren. Diese gemeinen, roten Haare verfolgen einen echt auf der ganzen Welt ;) 
*Insidermodus ausmach*

Morgen gibts dann wohl erste Bilder aus der Innenstadt.

P.S.: Wer's noch nicht entdeckt hat. Um die Bilder in groß zu sehen, einfach mit der Maus draufklicken.

Freitag, 8. April 2011

Gimbap Bausatz

Heute war das Wetter wieder besser. So konnte ich also mal wieder laufen und mich etwas umschauen. Ansonsten hatten wir heute auf der Arbeit ein einmal wöchentlich stattfindendes Gruppenmeeting, in dem jeder die Ergebnisse der Woche vorstellt. Da ich natürlich noch nichts hatte, wurde ich nett gefragt, ob ich nicht die nächste Woche einen Vortrag halten mag. Nun halte ich also meinen ersten richtigen Vortrag. Ansonsten ist nicht viel passiert. Doch es gab heute mal was anderes als Hähnchen in der Mensa für mich. Irgendeine Tofu-Fisch-Suppe. War aber lecker.

Abends gabs dann die schon bekannte Waschbärnudelsuppe. Ohne Waschbär drin. Trotzdem lecker, oder vielleicht gerade deswegen. Da ich noch kein Frühstück für morgen hatte (und ich noch etwas Hunger hatte), ging es nochmal einkaufen. In den netten, kleinen Eckladen, in dem man näturlich gar kein Wort Englisch mehr versteht. Und dann nach so nem tollen Wort wie Müllbeutel fragen. Da es die aber nur in diesen kleinen Läden gibt, musste es trotz aller Schwierigkeiten gehen. Und es ging. Nun habe ich dann auch endlich die für unser Viertel nötigen Müllsäcke bekommen.  Was zu essen und trinken gabs dann auch noch. Hier ein paar Bilder von meiner Beute.

Lecker Kimchi, Orangensaft und mein erstes koreanisches Eis. Das schmeckt hier echt anders.
Man kann aber nur schwer beschreiben wie. Aber lecker. Einfach mal herkommen und probieren ;)

Und einen alten Bekannten gabs auch noch als Nachthappen. Den Dreiecks-Gimbap. Damit er frisch bleibt, sind der Gim (Tang) und der Bap (Reis) getrennt voneinander verpackt. Um sie zu einem Gimbap zusammenzuführen, gibt es ein aufgeklügeltes System. Heute zeige ich mal, wie das geht. Zuerst bei (1) anfassen, ziehen und rundherum aufreissen.

Danach an der Lasche bei (2) aufziehen und den Gim noch ein wenig an den Bap anpressen. Das gleiche dann auf der anderen Seite bei (3).  Und schon kann man einen leckeren Gimbap essen. Auf dem Bild rechts im Hintergrund sieht man übrigens auch meinen Regenschirm in der gestern bereits erwähnten Tüte.

Zum Abschluss hab ich dann noch was Besonderes gefunden. Einen (hier als Biersnack beliebten) gerösteten Tintenfisch mit würziger Sauce. Hab ihn noch nicht probiert, aber er soll wirklich lecker sein. werden dann berichten, wie er geschmeckt hat, sobald ich mich daran getraut habe. Da tu ich es dem kleinen Tierchen auf der Packung mal gleich und winke zum Abschied für heute.

Donnerstag, 7. April 2011

Regen


Heute war das Wetter nicht so schön. Hat den ganzen Tag über immer mal ein wenig geregnet. Daher bin ich heute mal mit dem Bus zur Arbeit und Heim gefahren. Folglich gibts auch nicht wirklich viele Bilder heute. Aber immerhin hab ich wieder was neues gelernt. Hier stehen überall solche Schirmeintüter. Da ist eine längliche Tüte drin, in die man seinen Schirm steckt und dann zieht man inh nach vorne raus. Schon bleiben Hausflur und Wohnung trocken. In Geschäften stehen dann immer große Eimer, in die man seinen Schirm reinlegt, wenn man einkauft. 


Gefrühstückt hab ich heute mal koreanisch. Gimbap. Das ist quasi Sushi ohne Fisch. Gibt es hier an jeder Ecke und in jedem Laden in tausend verschieden Varianten. Links Frühstück (Käsegimbap) und rechts Abendessen als Dreieck. Mittags gabs mal wieder Hühnchen in der Mensa.
Auf der Toilette denken die Koreaner übrigens
immer an ihre MAAAAMMAAAAAAA ;)


Abends war ich dann nochmal schnell einkaufen. Süßigkeiten gibt es hier ja nicht so viele aber dafür andere Sachen, die ich nun alle probieren muss. Heute sind mal Maronen dran. Sind ein ganz leckerer Snack. Das ein oder andere westlich angehauchte Produkt gibt es dann aber auch ab und zu mal in den Regalen. Ist wohl nciht schwer zu erraten, was da rechts auf der Packung steht. Was auch gerne gemacht wird ist, dass sich Geschäfte Namen geben, die einem irgendwoher bekannt vorkommen. Da gibt es einen in grün-gelber Schrift gehaltenen "Subme" und einen roten "KF Chicken" Grill usw. Und nun darf munter geraten werden, was die wohl so verkaufen?