Sonntag, 17. April 2011

Fauler Tag

Nachdem die beiden letzten Wochen, und vor allem die letzten Tage, doch sehr anstrengend waren, habe ich heute einfach mal einen ruhigen Tag eingelegt. Einfach mal nicht rumlaufen und keinen Stress. Daher gibt es heute auch nichts zu berichten und auch keine Bilder.Aber immerhin habe ich die Posts der letzten beiden Tage nachgeholt, also gibts genug zum lesen.

Samstag, 16. April 2011

Elektroparadies

Link zum Web-Album
Heute ging es nochmal in die Stadt. Diesmal in das Elektroparadies in Yongsan. Hier mal ein Blick auf die I'Mart Mall. Hier gibt es auf mehreren Stockwerken alles mögliche an Elektronik zu günstigen Preisen. Im rechten Teil des Gebäudes findet man dann Restaurants und Klamotten. Der eigentliche, bekannte, Yongsan Elektronikmarkt befindet sich dann in einer riesigen Halle hinter diesem Einkaufsblock. Nach ein paar Stunden rumlaufen, war es mir dann fast schon zuviel und die Füsse haben mir wehgetan, also bin ich wieder heim. Noch ohne neue Kamera ;)


Dafür mit allem möglichem anderen super nützlichem Zeug. So nen Zahnbürstenhaler wollte ich schon immer haben. Und das lieste Spielzeug der Koreaner ist ihr Smartphone. Daher gibts dafür auch jeden Mist. Hab mich auch mal anstecken lassen und mit dem Grundpaket eingedeckt. Eine Displayschutzfolie und eine Handyhülle müssen hier einfach sein.




Auf dem Heimweg hab ich dann noch ein paar neue koreanische Verkehrsregeln gelernt.
1. Der Bus hat die lauteste Hupe, also immer Vorfahrt.
2. Rote Ampeln gelten für Taxis, Roller und Busse eher als grobe Empfehlung.
3. Die lustigen Polizisten, die immer mit blinkenden Leuchtschwertern und schriller Trillerpfeife, tanzend an den Zebrastreifen stehen, dürfen gerne ignoriert und notfalls auch mal über den Haufen gefahren werden.

Freitag, 15. April 2011

Tach...Hab Fisch mitgebracht...

In der Mensa gab es heute die Auswahl zwischen schlimm und schlimmer. Komischer gegrillter Fisch, den selbst die meisten Koreaner nicht essen wollten und Blutwurstsuppe mit Fischglibber drin. Hab mich dann für letzteres entschieden und nur die Suppe ausgelöffelt; im Wahrsten Sinne des Wortes. Fisch gabs dann trotzdem noch. In Form eines leckeren Eises. Ohne Fischstückchen.

Nach der Arbeit war ich dann in der COEX Mall. Hier schonmal der Link zu allen Bildern des Tages.

So sieht also der Eingangsbereich in dieses mal riesige Einkaufsparadies aus. Hab mich trotz Karte erstmal total verlaufen. Hier kann man nicht nur einkaufen, sondern hier gibt es auch ein Hotel mit Konferenzsälen, ein Kasino, ein Aquarium, ein Kinokomplex und noch viel mehr. Wie man auf den Bilder sieht war hier letztes Jahr auch das G20 Treffen. Rechts sieht man die Lichtinstallation dazu. Hier laufen dann unter anderem die Flaggen der G20 Staaten durch. Wenn mans auf dem Bild schwer erkennt, das ist grad Deutschland.

Innendrin gibts dann Restaurants und Läden ohne Ende. Und wie immer regiert der Kitsch. Aber der Totoroladen ist echt toll. Soviel wie es hier zu sehen gibt kann man eigentlich garnicht beschreiben. Als ich wieder raus kam wars dann auch schon dunkel und die Laternen, die hier überall hängen, kamen schön zur Geltung.

Noch drei Bilder vom Heimweg. In den U-Bahn Stationen stehen immer solche Kästen mit interaktiven Strassenkarten, mit deren Hilfe man sich hier gut orientieren kann, wenn man mal nicht weiss, wo man hin muss. 








Dann hab ich noch das schon versprochene Foto vom "Kleine Liebe Hof" mitsamt der "Kleinen Liebe Bar" und einfach mal so ein Bild von einem schönen bunten Haus.








Donnerstag, 14. April 2011

mEis

mEis? Ist doch klar Mais + Eis = mEis. Ja, das gabs heute also. Sogar mit Maiskörnern drin. Und mal wieder konnte man es sich zwar nicht vorstellen, aber ganz gut essen. Das war eigentlich auch schon alles Interessante des heutigen Tages. Muss es euch ja auch nicht jeden Tag zumuten einen ganzen Roman zu lesen. 

Mittwoch, 13. April 2011

Frühlingsblumenfest


Heute hat das Frühlingsblumenfest auf der in der Stadt liegenden Insel Yeouido am Hangang-Fluss begonnen. Natürlich habe ich mir das nicht entgehen lassen und bin nach der Arbeit dorthin gefahren.
Der Hangang ist der Hauptstrom durch Seoul und einfach nur riesig. Die Insel Yeouido ist eine Art Klein-Frankfurt. Hier befindet sich die Börse und viel Banken, sowie die Nationalversammlung (Bild rechts). Und auf dieser Insel gibt es auch viele Parks und Bäume. Einmal im Jahr findet hier dann das Frühlingsblumenfest statt. Und heute ging es los.

Entlang einer Strasse, die um die halbe Insel führt, steht ein blühender Baum nach dem anderen. Und die leicht rosafarbenen Blüten werden dann mit bunten Lichtern angestrahlt. Dazu wird dann klassische Musik eingespielt und man kann schön spazieren gehen. Am Wegrand stehen dann noch andere Blumen, Künstlerstände und es wird alles möglich an Essen verkauft. 
Für Unterhaltung sorgen dann größere und kleinere Bands. Eigentlich sollte es noch ein Feuerwerk geben, aber das scheine ich verpasst zu haben. Trotzdem war es sehr schön. Weitere Bilder gibt es mal wieder im


So nun geht es heim und ins Bett.

Dienstag, 12. April 2011

Essen

Heute dreht sich alles ums Essen. Uns wurde heute mitgeteilt, dass in den nächsten Wochen ein großes Essen mit der Gruppe stattfinden wird. Bin ja mal gespannt wie das so wird.

Heute gab es nichts sonderlich außergewöhnliches in der Mensa, aber nach dem Mittagessen gab es heute mal ein koreanisches Eis mit Maronengeschmack. Es waren sogar Stückchen mit drin. Wieder mal schwer zu beschreiben. Anders, aber lecker. Natürlich gibt es hier auch Essen, das man aus Deutschland kennt. Hab mir heute mal für ne Euro dreißig ein paar Bananen gekauft. 

Und wenn ich schon grad am shoppen war, hab ich auch gleich mal Waschmittel besorgt. Von der koreanischen Firma LG, die man bei uns ja eigentlich nur für seine Fernseher oder andere Technikdinge kennt. Aber haben auch mehr im Angebot, wie man hier sieht. Dazu gabs ein koreanisches Bier, damit ich nun auch mal meinen leckeren Bier-Snack probieren kann (siehe Eintrag vom 8. April, ganz unten). Gerösteter Tintenfisch mit leckerer Sauce. Ja kann man essen. *mampf* Ist nur etwas zäh. Aber da muss man bekanntlich durch als Lurch.

Montag, 11. April 2011

Die grosse Stadt - Teil 2

Nachdem ich ja gestern schon mit den Bilder gelockt habe, kommt nun ein wenig Text dazu. Das passt auch ganz gut, weil der Tag heute in etwa so spannend war, wie der Blick aus meinem Fenster (siehe erstes Bild in der Galerie von gestern). Ausser dass ich in der Mensa heute aus Unwissenheit eine Suppe mit Muscheln und Schnecken drin gegessen habe. Da ich hier gerade sitze und schreibe, schein ich es ganz gut überlebt zu haben ;)
Nun aber zum gestrigen Tag. Am besten einfach nochmal die Bildergalerie von gestern öffnen, denn vieles ist mal wieder doppelt fotografiert und das muss ja nicht alles hier rein. Desweiteren werde ich hier die Reihenfolge ein wenig ändern, denn die Bilder sind chronologisch sortiert, wodurch man auch wunderbar erkennen kann, das ich das ein oder andere mal im Kreis gelaufen bin, da ich natürlich ohne Stadtplan einfach mal losgelaufen bin, was ich ja sonst *Achtung Ironie im Anflug* niiiiiiieeeee!!!!EinsEinsElf mache. So lernt man halt eine Stadt am besten kennen. 

Das beste Fortbewegungsmittel hier ist einfach die U-Bahn, als ab in den Untergrund. Bezahlt wird hier kontaktlos mit der T-Money Card. Einfach beim Betreten des ersten und Verlassen des letzten Bahnhofs drüberziehen, fertig. Grundgebühr sind 1000 Won und dann wird über 10km nach Entfernung abgerechnet. Auf den Fahrplänen an jeder Station steht, was eine Fahrt zu jeder anderen Station kostet. Wenn man nicht weit aus der Stadt rausfährt sind das maximal 1500 Won, also knapp 1 Euro. Kinder bis 6 fahren kostenlos und haben einen eigenen Eingang.

Wie alles hier ist auch die U-Bahn sehr sauber. Die Bahn selbst hält hinter einer Glaswand mit Türen, wohl auch damit im Getränge keiner auf die Gleise fallen kann. Den so leer wie hier auf dem Bild gerade ist es in der Regel nicht. In der Bahn selbst ist es dann halt auch immer recht gemütlich, um nicht zu sagen eng und stickig. Die Koreaner selbst hören in der Bahn eigentlich alle Musik oder gucken auf ihrem Handy irgendwelche Filme. Wohl auch, damit sie die Dauerbeschallung in der Bahn, und der ganzen Stadt, nicht mitbekommen. Die Bildschirme sind nicht nur da, um den nächsten Halt anzukündigen, nein hier laufen auch immer schöne Videos, wie man sich denn im Falle eines Brands verhalten soll usw. Die Umsteigebahnhöfe haben dann bei der Durchsage immer eine schöne Erkennungsmelodie. Um es nicht zu penetrant zu machen ist das auch oft mal Vogelgezwitscher oder ähnliches, was übrigens auch oft bei grünen Fussgängerampeln zu hören ist. Das U-Bahnsystem selbst ist super einfach, wenn man es verstanden hat. Jede Linie hat eine andere Farbe und jede Station eine Nummer,  wobei die erste Zahl immer die Nummer der aktuellen Linie ist. An jedem Gleis steht dann der Name der nächsten Station, damit man weiss in welche Richtung man muss. Und beim Umsteigen muss man einfach den, der nächsten Linie entsprechenden, farbigen Streifen, Markierungen und Schildern folgen.

Meine erste Station war dann Itaewon. Das absolute Touristenviertel. Hier entstand dann das Bild des gestrigen Blogs. Auf der Hauptstrasse sind alle paar Meter Platten eingelassen, die einem auf allen nur erdenklichen Sprachen der Welt Hallo sagen. Das war auch schon das Schönste hier. Ansonsten kommt man sich etwas vor wie in Amerika. Starbucks, Dunkin' Donuts, Taco Bell, Mäcces und dazwischen mal ein Burger King. (Ok, gerade Starbucks und Dunkin' Donuts gibts auch im Rest vom Seoul an jeder Ecke) In dem Hard Rock Cafe, das ich mir hier eigentlich angucken wollte, ist mittlerweile ein Klamottenladen. Die einzigen anderen Geschäfte, die es hier so gab, wollten einem Anzüge aufschwätzen. Alle fünf Meter hieß es dann: "Niit Sjut?" Nein. Alles in allem garnicht mein Geschmack, also schnell durch, alles angucken und weiter gehts zur Station City Hall und mal gucken, was man hier so findet.

Kaum aus der U-Bahn draussen, steht man direkt vor dem Daehanmun-Tor, dem Eingang zum Deoksugang-Palast. Als ich später noch einmal hierhin kam, war zufällig gerade die Zeremonie der Wachablöse der königlichen Garde, wie sie während der Joseon-Dynastie stattfand, im Gange. Ein riesen Spektakel. Erst kommen die einen, dann die anderen, dann noch die Fahnenträger und die Musikkapelle, dann werden sich die Schwerter gezeigt und der Schlüssel in der Truhe übergeben, dann schreit einer rum und alle anderen schreien zurück, dann wird getrommelt und anschliessend ziehen alle wieder ab. Nur dumm, dass sie dann an der rote Ampel warten mussten, das war früher sicher nicht so.
Aber es gibt einem einen guten Eindruck der Stadt. Es gibt hier vieles Altes, was aber meist von modernen Bauten umgeben ist. Das sieht man auch auf vielen meiner Bilder. Ein weiteres Beispiel für diesen Kontrast aus alt und neu ist der Cheonggyecheon-Fluss. Der floss früher durch Seoul, wurde dann aber zubetoniert, um eine Strasse zu bauen. Vor wenigen Jahren wurde der Flusslauf dann wieder hergestellt. Für eine schönere Stadt. Hier kann man spazieren gehen, Münzen in einen Steinkreis werfen und sich was wünschen, über die Steine hüpfen und dabei auch mal reinfallen. Das Bild rechts zeigt die künstliche Quelle des Flusses. Den um den Fluss fliessen zu lassen, wird das Wasser extra hierher gepumpt, weshalb an dem teuren Projekt auch viel Kritik geübt wurde. Ich fand es trotzdem schön hier entlang zu laufen. Wie man an der Reihenfolge der Bilder sieht war ich jedoch zuvor noch woanders.

Vorbei am zero milestone, an dem man auf im Boden eingelassenen Platten ablesen kann, wie weit man in welche Richtung laufen müsste, um in eine Stadt, wie z.B. Berlin, zu kommen, kommt man auf eine grosse lange Strasse. Diese führt zum Gelände des Gyeongbokgung-Palastes. Auf dem Weg dorthin stehen Statue von General Yi und dem großen König Sejong Daewang. Selber lesen (auch bei Wikipedia) bildet. 

Am Ende der Strasse steht dann das Gwanghwamun-Tor. Dahinter befindet sich das Gelände des Gyeongbokgung-Palastes.  Ganz drinne war ich diesmal noch nicht, das werde ich aber bald nachholen. Danach gings weiter durch die Stadt, an die oebn bereits beschriebenen Stationen.

Somit kam ich dann an das Sungnyemun-Tor, von dem man aber leider gerade nicht soviel sieht. Also mit grooossssen Augen vorbei an etwas zwanzig Fotoläden gings dann auf den Namdaemun-Markt. Hier findet man alles, was man sich nur vorstellen kann.

Direkt neben diesem traditionellen Markt findet man dann das moderne Shinsegae-Kaufhaus. Irgendwann im zwölften oder dreizenten Stock hatte ich dann keine Lust mehr noch höher zu fahren und hab mich kurz in die kleine Grünanlage hier oben gesetzt. Danach war ich noch am Hauptbahnhof, der Seoul Station, um im direkt daran anschliessenden Kaufhaus. Mit dampfenden Füßen hab ich mich dann auf den Heimweg gemacht.

So dass war mein gestriger, spannender Tag und es werden sicher noch viele weitere Folgen.