Diese Woche wird in Korea Chuseok (추석, Herbstabend) gefeiert. Das ist das koreanische Erntedankfest und einer der höchsten Feiertage hier. Es hat wohl etwa den Stellenwert wie bei uns Weihnachten. Die Familie kommt zusammen, es wird viel zu viel gegessen (was angeblich das Wichtigste an Chuseok ist), die Kinder singen Lieder und es gibt auch eine Art Weihnachtsgeld. Es ist ein reines Familienfest und alle Koreaner fahren nach Hause zu ihren Eltern oder Großeltern, die meist außerhalb Seouls leben. Das führt zu einer sehr bizarren Situation hier in Seoul. Denn in dieser Woche ist die Stadt quasi ausgestorben.
Nach Aussage der Koreaner ist das Interessanteste, was es hier in der Zeit zu sehen gibt, eine Menge geschlossener Geschäfte und Restaurants. Das gibt es hier sonst nie. Normalerweise ist jeden Tag rund um die Uhr immer irgendwas offen. Im schlimmsten Fall findet man immer einen Mäces, Kentucky Fried Chicken oder zumindest einen Starbucks. Aber selbst die haben über die Feiertage dicht. Busse und Bahnen fahren ebenfalls nur sehr eingeschränkt.
Was soll man also in einer solch ausgestorbenen Stadt machen? Es wäre sicher perfekt für ein Endzeit-LARP. Aber wir sind dann doch dem Rat der Koreaner gefolgt, ebenfalls die Stadt zu verlassen. Nur wohin soll man bloß fliehen? Und was hat das überhaupt mit Pinguinen zu tun?
Pororo, der kleine Pinguin, ist eine hier sehr bekannte Comicfigur. Ich hatte hier schon des Öfteren Bilder von ihm gezeigt. Er trägt eine Fliegerbrille und -mütze weil er so gerne fliegen würde. Aber leider kann er es nicht. Oder etwa doch? (Den Link zu speziell dieser Folge habe ich übrigens von einem Koreaner aus meiner Arbeitsgruppe. Er meinte das sei seine Lieblingsfolge, da man von ihr sehr viel lernen könne. Soviel zum Thema Kinderserie.)
Und um aus Seoul zu fliehen, lernen wir nun auch das Fliegen. Allerdings nicht im Wasser. Heute Mittag geht es für eine Woche nach JAPAN! Erst werden wir drei Tage in Tokio sein und dann geht es nochmal für drei Tage nach Kyoto. Ich bin sehr gespannt auf das Land des Lächelns. Natürlich werde ich auch aus Japan berichten.
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